Schulprojekt in Nordhorn

 

Im Rahmen der Projektwoche „Gesundheit“ besuchte ich am 6. April 2017 die Klasse 6 des Gymnasiums am Stadtring in Nordhorn.

Wir starteten aktiv in den Tag mit „Surya Namaskar“ dem „Sonnengruß“ – einer Bewegungsreihe aus dem Yoga. Wir übten in 2 Gruppen – Jungs und Mädchen: der Grund dafür: das Bindegewebe von Jungs und Mädchen hat unterschiedlich Strukturen.

Dabei konnten die Schüler am eigenen Leib feststellen, wie steif sie schon in manchen Bereichen sind, trotz ihres jungen Alters und damit auch, wie eingeschränkt Beweglichkeit und Flexibilität bereits sind.

Was von Außen betrachtet auffiel war u.a. die teilweise schlechte Körperhaltung einiger Schüler.  Ein weiteres Thema die typische „Handy-Haltung“. Diese macht einigen Schülern Probleme – so werden durch Verspannungen im Nacken die Blutgefäße, die den Kopf versorgen, zusammengedrückt. Im Kopf kommt somit weniger Blut an und man kann schlechter denken, was zu schlechteren Noten führt. So wurde ein direkter praktischer Bezug hergestellt und das Feedback war: macht man Yoga, ist man entspannter, aus dem Körper geht Anspannung raus, man fühlt sich leichter, freier und glücklicher. Der Ausblick, der noch gegeben wurde: macht man Yoga, schreibt man so ganz nebenbei auch noch bessere Noten. Probiert`s aus!

Nach der großen Pause ging es weiter mit gesunder Ernährung. Unser zentrales Thema war Zucker. Zucker wirkt in den großen Mengen, in denen man ihn heutzutage zu sich nimmt als Zellgift. Wir erarbeiteten gemeinsam den Stoffwechsel des Körpers und warum wir überhaupt Zucker essen. Die Schüler bekamen schnell raus, dass dies ganz viel mit Gefühlen zu tun hat. Ist man unglücklich, hat man Frust, greift man zu Süßigkeiten, was das Belohnungssystem in unserem Gehirn anwirft.  Es werden Glückshormone ausschüttet. Dieses „Glück“ ist allerdings nur von kurzer Dauer – sinkt der Blutzuckerspiegel wieder, wird man z.B. aggressiv usw. .. Ein Kreislauf, immer mehr Zucker essen zu müssen, beginnt, was viele Erkrankungen nach sich zieht.

So fanden die Schüler schnell raus, dass es einen Zusammenhang zwischen Essen und Gefühlen gibt. Wir landeten darüber bei einem ganz wichtigen anderen Thema:

Mobbing und Selbstverletzung.

Herausragende Themen waren das „Ritzen“ , was vor allem die Schülerinnen aktuell sehr bewegt und das Thema „Salz und Eis-Challenge“. Hier haben wir das wirklich große Verletzungsrisiko herausgearbeitet mit der Empfehlung: Bitte nicht nachmachen!

Nach der zweiten großen Pause kamen die Schüler allein oder in kleinen Gruppen und konnten noch Fragen rund um die Gesundheit stellen, die sie nicht mit der gesamten Gruppe teilen wollten. Die meisten Schüler bewegte, wie es ihnen selbst geht, schilderten Beschwerden oder Themen, um die sie sich aktuell Sorgen machen.

Ein besonderer Vormittag ging zu Ende – ein Vormittag, an dem die Schüler viel über sich selbst erfahren konnten und in einer großen Offenheit der ganzen Gruppe zeigten,  was sie so im Leben bewegt.

 

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